MEIN AMERIKANISCHER KULTURSCHOCK – Interview mit dem Bestsellerautor und Kulturanthropologen Dr. Wolf-Dieter Storl

Wolf-Dieter Storl wurde 1942 in Sachsen geboren und wanderte 1954 mit seinen Eltern nach Amerika (Ohio) aus. Dort verbrachte er die meiste Zeit in der Waldwildnis. Er studierte Botanik und Völkerkunde und bereiste viele Länder, da ihn der Umgang der verschiedenen Kulturen mit der Natur interessierte. Von den Cheyenne und anderen traditionellen Völkern in Asien und Afrika, sowie von den Überlieferungen und Erzählungen europäischer Bauern und Kräuterkundigen erfuhr er viel über Schamanismus, das Wesen der Pflanzen und deren „spirituelle“ Dimensionen. Seit 1988 lebt Wolf-Dieter Storl mit seiner Familie im Allgäu und gilt als „Kultautor“ zum Thema Selbstversorgung.

 

Lieber Herr Dr. Storl, Amerika galt ja für viele Europäer lange als Wunschziel und als das Land mit den unbegrenzten Möglichkeiten. Sie haben 2017 ein neues Buch veröffentlich mit dem Titel: MEIN AMERIKANISCHER KULTURSCHOCK. Darin beschreiben Sie Ihre Erfahrungen, als Sie Mitte der 50er-Jahre aus dem Nachkriegsdeutschland in die USA auswanderten. Hat sich der Kulturschock inzwischen gelegt?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Nein, eigentlich nicht. Der „American Way of Life“ hat mich zwar wie ein Drache verschluckt, aber als unverdaulich wieder ausgespien. Und ich glaube, daß viele Europäer auch heute noch keine Ahnung haben, wie Amerika wirklich tickt. Als wir Mitte der 50er-Jahre nach Amerika ausgewandert sind, war das natürlich ein riesen Kontrast zu dem damaligen Nachkriegsdeutschland, wo ja großer Mangel herrschte.

Der Wohlstand in der Neuen Welt hingegen war immens. Da wurde am Abend all das Essen, das man nicht fertiggegessen hatte, in einer großen Öltonne hinter dem Haus verbrannt. Eine Müllabfuhr gab es ja nicht. Und da man große Mengen an Steaks und anderem Fleisch aß, roch der ganze Ort immer nach verbranntem Fleisch. Dazu die riesigen Kühlschränke – das war ein erster Kulturschock.

Konnten Sie sich schnell an diese neue Welt anpassen?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Für meine Eltern war es am Anfang schwierig, Arbeit zu finden etc. Aber ich wurde als Kind gleich eingesponnen in das Gemeinschaftsleben. Andere Kinder kamen und sagten: „Laß uns Cowboy und Indianer spielen!“ Oder: „Laß uns Krieg spielen!“ Das erste Wort, das ich lernte, war „pistol“, also Pistole. Da ich etwas längere Haare hatte, mußte ich dann immer den „kraut“ - wie man damals die Deutschen genannt hat - oder den Indianer spielen und mich totschießen lassen.

Das war mir aber vollkommen egal. Es hat gutgetan, aus der Enge der Stadt Oldenburg, in der wir vorher gelebt haben, herauszukommen und auch eine ganz neue Natur kennenzulernen. Für mich war das faszinierend. Für meine Eltern war es schwieriger. Schon alleine das Wetter: Im Sommer war es dort unglaublich heiß - da kommen die Winde aus dem Süden mit karibischer Luft. Und im Winter ist es umgekehrt - da kommen diese arktischen Winde aus dem Norden, und es ist richtig kalt.

Sie haben also auf dem Land gelebt. Heute haben wir in den USA ja eine große Kluft zwischen der Landbevölkerung, die eher konservativ ist und Donald Trump wählt, und der Stadtbevölkerung, die fortschrittlicher denkt …

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Wir lebten anfangs in einem kleinen Ort auf dem Land, wo ich auch eingeschult wurde. Und das war das erste Jahr, in welchem Schwarze in dieselben Schulen gingen wie Weiße. Und ich als Deutscher – der Krieg war ja noch nicht lange vorbei - mußte hinten mit den Schwarzen sitzen. (lacht)

Ich kann mich noch gut an ein nettes schwarzes Mädchen erinnern, das mir immer Bonbons schenkte. Als dann die weißen Mitschüler kamen und sagten: „Hey, kraut, we gonna beat the hell out of you“, da kam ihr großer Bruder, der schon drei oder vier Mal sitzengeblieben und deshalb schon sehr groß war, und hat mich beschützt.

Er meinte dann zu mir: „Wolf, du mußt kämpfen lernen“ und hat mich in das Schwarzenghetto mitgenommen. Da habe ich richtig Sparring gelernt, im Ring mit Boxhandschuhen. Und das kam mir zugute, denn man mußte sich immer durchsetzen.  

Als die Lehrerin sah, daß ich viel mit den Schwarzen zusammen war, hat sie mich gewarnt, ich solle mich nicht allzuviel mit ihnen abgeben, denn die seien anders als wir. Das war – in Kurzform – meine Einführung in die amerikanische Gesellschaftsstruktur.
Es herrschte seinerzeit sehr viel Rassismus, und die dominierende Gesellschaftsgruppe waren die WASP (White Anglo-Saxon Protestant).

Auch bei uns in Deutschland wird ja heute viel über Migration und Integration gesprochen. Dabei funktionierte bis zu der Massenmigrationswelle Ende 2015 das interkulturelle Zusammenleben doch recht gut. Inzwischen fühlt man sich jedoch bedroht. Sie haben ja auch Migrationserfahrung, wie sehen Sie die aktuelle Lage?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Das Wort „Massenmigration“ ist sehr treffend. Für mich handelt es sich derzeit nicht um eine Flüchtlingswelle. Auch die Verwendung des Wortes „Flüchtling“ ist für mich ein Mißbrauch der Sprache. Ich kann mich noch an die Nachkriegszeit erinnern, und sehe noch die ausgemergelten Flüchtlinge vor mir, halbverhungerte Frauen mit ihren Kindern, oder Opas und Omas. Es waren überhaupt keinen jungen Männer da – die waren entweder gefallen oder in Gefangenenlagern. Diese Flüchtlinge waren in echter Not.

Wenn ich die heutige Situation sehe, das sind größtenteils keine Flüchtlinge - denn Flüchtlinge gehen in der Regel in ein Nachbarland und warten, bis die Kriegshandlungen vorbei sind. Dann gehen sie zurück und bauen wieder auf. Aber sie gehen nicht über viele Grenzen und suchen sich das Land aus, wo ihnen dann alles geboten wird. Das sind Migranten. Das sind junge kräftige Männer – und wenn ich ein Afrikaner wäre, würde ich wahrscheinlich dasselbe tun.

Die USA werden uns ja oft als Vorbild für funktionierende Integration und Multikulti präsentiert. Und selbst die EU stößt in dasselbe Horn, hätte gerne die Vereinigte Staaten von Europa, in denen sich die Nationalstaaten auflösen und die Völker miteinander vermischen. In Deutschland lehnt man diese Vorstellung noch ab. Aber kann man die deutsche Situation überhaupt mit den USA vergleichen?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Nein, das kann man nicht vergleichen. Die Bundesrepublik Deutschland ist in etwa so groß wie ein einzelner amerikanischer Bundesstaat, wie etwa Montana oder Wyoming. Und in Wyoming lebt eine halbe Million Menschen. In Deutschland leben 80 Millionen.

Zudem hat man in Europa gewachsene Strukturen. Ich habe ja auch als Archäologe gearbeitet. Was findet man, wenn man in Amerika gräbt? Man findet Indianer! Was findet man hier? Kelten, Germanen, Slawen und dergleichen. Man findet eine kulturelle Kontinuität.
In den USA hat man eine zusammengewürfelte Bevölkerung, und das paßt auch zum Wirtschaftssystem. Man ist nicht wirklich seßhaft. Wenn irgendwo ein paar tausend Meilen entfernt eine neue Fabrik öffnet, dann zieht man eben um. So sind auch die Häuser – die sind nur für eine Generation gebaut.

Und eine moderne Wirtschaft braucht eine mobile Bevölkerung. Daher hat man es auch ständig mit „Fremden“ zu tun. Das ist auch der Grund, warum die Amerikaner immer lächeln. So vermittelt man den anderen: „Mit mir ist alles gut, es droht keine Gefahr!“ Da fast alle Waffen tragen, ist dieses Begrüßungsritual überlebenswichtig.  
Beziehungen sind dann aber meist sehr oberflächlich, und wenn man sich eine Zeitlang aus den Augen verliert, vergißt man einander wieder.

Sie haben sich ja viel mit den eigentlichen Ureinwohnern Amerikas befaßt, den Indianern. Glauben Sie, daß die Bedenken berechtigt sind und es den „Ureinwohnern“ hierzulande so ergehen könnte wie einst den Indianern in Amerika?


Dr. Wolf-Dieter Storl:
Ich habe in den USA ja auch Soziologie unterrichtet. Da haben wir solche Szenarien durchgespielt. Als die ersten Bootsflüchtlinge in Amerika ankamen, da hätten die Indianer natürlich nie damit gerechnet, daß ihnen von diesen Gefahr droht.

Das waren Calvinisten, die die Welt in Gut und Böse, Gott und Satan und so weiter einteilten und die aufgrund ihres rigiden Glaubens aus Europa vertrieben wurden. Die kamen an, und die Indianer sahen, wie sie hungerten, froren und haben ihnen Mais und Truthähne und gut zu essen gegeben. Sie haben ihnen auch beigebracht, wie man richtig Getreide anbaut. Und die „Migranten“ haben dank der Menschlichkeit der Indianer überleben können.

Und dann kamen immer weitere Schiffe, und als man schließlich eine gewisse Zuwandererzahl erreicht hatte, da fragte man plötzlich: Wer sind eigentlich diese Wilden? Über die steht ja nichts in der Bibel. Da steht nur etwas von den Söhnen Noahs: den dunkleren Stämmen, die eher zum Dienen da sind, den asiatischen Menschen und den Europäern. Wer aber sind die Indianer? Also fragte man die Indianer: Kennt ihr Jesus Christus? Und das Wort Gottes? Was die Indianer natürlich nur verneinen konnten.

Und dann war klar, daß die Indianer in einer Welt, die nur zwischen Gut und Böse unterscheidet, zwischen Satan und Gott, auf der „Satanseite“ sein mußten. So hat man die Indianer eben mit Bluthunden gejagt und schrittweise vertrieben und fast ausgerottet.

Übertragen auf die heutige Situation in Europa sind die Sorgen also nicht ganz unbegründet. Gerade bei den fundamentalistischen Muslimen gilt ja die Regel: Man hat den einzigen wahren Gott, alle Nichtmuslime sind Ungläubige, die europäischen Frauen laufen herum wie Huren etc. Wer glaubt, die einzige mögliche Wahrheit schon zu besitzen, der ist selten offen für einen menschlichen Dialog. Zudem war Mohammed kein Friedensstifter, sondern ein Kriegsherr. Und die Islamisierung findet ja in vielen anderen Ländern bereits seit Jahren statt.

Nicht nur Religionen breiten sich gerne global aus. Wir erleben ja auch seit Jahrzehnten eine Amerikanisierung der westlichen Welt. Global agierende US-Unternehmen setzen die Trends, und auch politisch und militärisch mischt man überall mit. Wenn Sie die heutige USA betrachten, wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Supermacht?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Wenn ich zurückblicke in die Nachkriegszeit, als ich in die USA eingewandert bin, da herrschte noch grenzenloser Optimismus: „Wir sind die Größten und die Besten, und wir sind geistig und moralisch allen anderen überlegen“ – und das hat man auch geglaubt. Dieser Optimismus ist inzwischen verfallen.

Seit 20 Jahren sind die Löhne nicht gestiegen, aber die Preise. Man braucht mindestens zwei Einkommen in der Familie, um über die Runden zu kommen. In den 60er-Jahren konnte sich noch jeder ein eigenes Häuschen leisten, heute leben unzählige Menschen auf der Straße. Die Kinder verwahrlosen. Überall sieht man Armut, verfallene Städte, die Menschen wirken hoffnungslos.

Während in Kalifornien und an der Ostküste die Wirtschaft noch boomt, sind die sogenannten „fly-over-states“ im Landesinneren weit im Hintertreffen. Wo es früher einmal sieben Millionen Familienfarmen gab mit Hühnern, Schweinen, Truthähnen, Gemüsegärten usw., findet man heute nur noch große Agrarkonzerne, die in riesigen Monokulturen Gen-Mais und Gen-Soja anbauen.

Die kleinen Ortschaften funktionieren nicht mehr. Wo früher Läden, Friseure, Schuhmacher, Reparaturwerkstatten usw. das Ortsbild prägten, finden wir heute Geisterstädte. Diese bestehen aus großen Tankstellen und einigen Fastfood-Läden, in denen die Einheimischen für kleines Geld arbeiten. Dort wählt man dann Donald Trump, der verspricht, „America great again“ zu machen, also die Zeit zurückzudrehen, was allerdings nicht möglich ist …

Donald Trump ist ja selbst ein reicher Mann, und der Kampf Arm gegen Reich ist das Thema der Gegenwart. Sollte der weniger privilegierte Teil der Menschheit nicht endlich aufstehen, sich das Verlorene zurückholen und wieder für mehr Gerechtigkeit kämpfen?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Man muß mit dieser Aussage etwas vorsichtig sein. Da gibt es sicher Menschen, die mehr Geld haben und vielleicht ein größeres Auto fahren, aber die schaffen auch Arbeitsplätze. Diese Mittelschicht ist ein wichtiger Faktor. Aber die scheint ja im Moment massiv bedroht zu sein. Dann gibt es angeblich noch ca. 60 Familien, die die Hälfte des Planeten besitzen.

Ich denke bei diesen Menschen oft, daß sie sehr unsicher sind, weil sie das Göttliche in ihrer eigenen Seele verloren haben und deshalb raffen müssen. Ein Verwandter, der Investitionsberater für Superreiche ist, hat mich einmal mitgenommen in seinen Countryclub. Da saßen Millionäre und sogar Milliardäre, und die waren wie erloschene Seelen. Äußerlich war zwar alles vom Feinsten, aber das war auch schon alles. Und der Tipp, den man mir dort gab, war: wenn du dein Geld vermehren möchtest, dann investiere in die Rüstung … Für mich sind das seelisch arme, ganz, ganz arme, bemitleidenswerte Menschen.

Dennoch sind diese „bemitleidenswerten“ Superreichen nun Nutznießer einer Dynamik, die durch unser aktuelles Geldsystem die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher macht. Womit wir bei Ihrem eigentlichen Hauptthema wären – der Selbstversorgung. Selbst im wohlhabenden Deutschland leben derzeit 15 Millionen Menschen in Armut oder sind von Armut bedroht. Viele Menschen haben verlernt, sich selbst zu versorgen …


Dr. Wolf-Dieter Storl:
Für mich ist die Lösung für alles, zu den Wurzeln zurückzukehren und sich wieder mit der Erde zu verbinden. Das beginnt im ganz Kleinen. Wer sich um seinen Garten kümmert, der erlebt, daß jede Pflanze eine eigene Intelligenz besitzt. Neben unserer physisch analysierbaren Welt gibt es auch eine energetische Dimension. Und es gibt auch eine seelische und eine geistige Dimension. Und in allen alten Völkern gab es Experten, die mit diesen Dimensionen in Kontakt kamen.

Und wir sollten unser Leben auch nicht in die kurze Zeit zwischen Geburt und Tod einzwängen, als wäre die jetzige Inkarnation die einzige. Schon die alten Germanen waren überzeugt, daß sie ihr aktuelles Schicksal aus früheren Leben mitbringen. Es kann ja sein, daß es so etwas wie ein Gesetz des Karmas gibt. Bei uns gibt es das ja (offiziell) nicht, doch in Indien bei den Buddhisten oder bei unseren Vorfahren gab es das.

Im Indischen nannte man das den göttlichen Geist. Auch im Mittelalter kannte man noch das „Aventure“, also das Wissen, daß unser geistiger Kern aus höheren Regionen kommt und in die Gestalt geht, in der wir uns im Moment befinden. Ich bin nicht jemand, der jammert und die Welt, so wie sie ist, schrecklich findet. Ich sehe das Leben eher als ein Abenteuer. Ich bejahe auch den Schmerz, ich bejahe auch die Krankheiten, da sie uns immer etwas zu sagen haben und wir immer etwas dabei lernen. Jede Krankheit ist wie ein unerbittlicher Meister, wie ein Zenmeister.

Das könnte man direkt auf unsere heutige Zeit übertragen: Unser System ist so krank, daß wir endlich erkennen müssen, daß das Goldene Kalb als Gott nicht taugt. Erkenntnis ist der erste Weg zur Gesundung …

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Genau. Und was den Glauben angeht: Der Mensch lebt seit ca. drei Millionen Jahren auf diesem Planeten, und die sogenannten Stifterreligionen gibt es erst seit vielleicht fünftausend Jahren. Und bei diesen ist „Glauben“ gefragt – nach dem Motto: Man weiß es nicht, aber man glaubt es.
Bei den Naturvölkern gibt es Glauben nicht. Wenn die von Naturgeistern reden oder von Göttern, dann ist das Erlebnis. Auch das Schamanische, es ist Erlebnis. Unsere Psychologen würden das vielleicht für Halluzinationen halten.

Um den Kreis zu schließen zu ihrem Buch MEIN AMERIKANISCHER KULTURSCHOCK. Früher glaubte man an das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, man war überzeugt, alles wird gut, aber heute hat sich vieles verändert. Aber der Einfluß Amerikas ist groß. Was in den USA geschieht, kommt ja bei uns meist 10-20 Jahre zeitversetzt ähnlich. Werden wir auch hierzulande amerikanische Verhältnisse erleben?

Dr. Wolf-Dieter Storl:
Der amerikanische Einfluß ist äußerst stark. Was singt der Till Lindemann von Rammstein: „We' re all living in America - America is wunderbar - Musik kommt aus dem Weißen Haus - Und vor Paris steht Mickey Maus … “ Er hat recht. Ich war vor drei Jahren in China: Überall „Kentucky Fried Chicken“ und Fastfood. Und die Chinesen mögen das.

Wie es weitergeht, ist schwer zu sagen. Der „American Way of Life“ ist ja auch ein enormer Verschleiß von Ressourcen. Man hat nur 5 % der Weltbevölkerung, verbraucht aber um die 50 % der weltweiten Ressourcen. Dazu bräuchte man, wie Mahatma Gandhi sagte, mehrere Erden.

Für mich findet die Lösung immer auf einer ganz persönlichen Ebene statt. Ich lebe in Harmonie mit der Natur, ich gärtnere – und da ist man dann verbunden. Anstatt in diese Fantasiewelten abzudriften wie viele Intellektuelle, die nur im Kopf leben. Man verliert dabei leicht die Erdhaftung. Deshalb würde ich jedem Menschen raten, wieder in Kontakt zu treten mit der natürlichen Welt, die ihn umgibt. Das ist das wahre Leben.


Lieber Herr Dr. Storl, ganz herzlichen Dank für das inspirierende Gespräch.


Das Interview führte: Michael Hoppe


Buchtipps:

Mein amerikanischer Kulturschock
Kailash Verlag, München
ISBN: 978-3-424-63154-8

Der Selbstversorger
Verlag Gräfe & Unzer
ISBN: 978-3-8338-2657-3

Ur-Medizin
AT Verlag
ISBN: 978-3-0380-0872-9

Und viele andere Bücher mehr

 

Diese Seite weiterempfehlen

1359

Bisher in Ihrem Namen gepflanzte Bäume!
Das regionale
ÖKO-BRANCHENBUCH

Aktuelles

LISA FITZ SPRICHT KLARTEXT

4. September 2018

DIE KNAPPE RESSOURCE SAND - Warum es 2100 keine Strände mehr geben wird

3. September 2018

Drei Männer, die ihr Leben der wichtigsten Sache überhaupt gewidmet haben - DEM FRIEDEN

28. August 2018

NICHT IN MEINEM NAMEN - Bodo Wartke

3. August 2018

VOLKER PISPERS - Eine der besten Reden der letzten Jahre

19. Juli 2018