Guten Morgen Deutschland – Gespräch mit Sam & Daniel von HERTZWELLE432

von Michael Hoppe

Sam Jolig und Daniel Mantey sind echte Medienprofis. Vor vier Jahren haben sie sich zusammengefunden, um mit Humor und Tiefgang einen Blick auf die täglichen Nachrichten zu werfen und ihren Zuhörern Kraft und Motivation zu vermitteln. Was in Anbetracht der aktuellen Nachrichtenlage wichtiger ist dennje. Die Musik ihres Senders wird – wie der Name schon sagt – in 432 Hertz ausgestrahlt. Und wer die Sendung hört, geht erfrischt und mit einem Schmunzeln in den Tag.

Liebe Sam, lieber Daniel, erst kürzlich bin ich auf euer Webradio-Programm aufmerksam geworden und war sofort begeistert. Vor allem euer sehr professionell gemachter Podcast „Guten Morgen Deutschland“ hat es mir angetan. Ich behandelt darin Themen, die auch im NATURSCHECK „durchleuchtet“ werden. Und ihr tut es mit sehr viel Humor. Könnt ihr etwas über eure eigene Vita und über die Entstehungsgeschichte von Hertzwelle 432 erzählen?

Sam:
Sehr gerne. Ich spreche jetzt mal aus der Adlerperspektive. Wir haben beide, unabhängig voneinander, bereits Berührung mit Medien gehabt. Für mich ging es zurück zu den Medien aufgrund der bekannten C-Thematik. Das Corona-Jahr 2020 war das interessanteste, freudvollste und auch spannendste Jahr, das ich in meinem Leben zu verzeichnen habe. Einfach, weil ich mich entschieden habe, für mich und auch für meine Liebsten einzustehen. Und mich genau auf diesen Weg gemacht habe, nämlich: Meinung zu sagen, Medien zu machen, Gesicht zu zeigen.

Und du hattest bereits eine berufliche Vorgeschichte in Richtung Medien?

Sam: Ich habe tatsächlich schon viele Jahre mit dem Thema Medien auf unterschiedlichen Ebenen zu tun gehabt. Ich bin als Buchautorin unterwegs gewesen, habe sieben offiziell veröffentlichte Werke. Unter anderem war ich bei Goldmann Autorin für Fachbücher im Bereich der Charaktertypologie und der Psychotherapie. Schon in meiner Jugend habe ich als Fotomodell vor der Kamera gestanden. Ich habe eine Schauspielschule besucht, habe hinter den Kulissen beim Film gearbeitet, war im Casting, habe auch immer wieder kleine Rollen spielen dürfen – da ist eine lange Liste.

In dieser Zeit habe ich einige Jahre in deutschen Großstädten verbracht, davon eine lange Station in Hamburg. Ich bin dann aber ganz bewußt zurück aufs Land, in meine Heimat, weil ich mich für den Weg der Familie und Kinder entschieden habe. Und ich habe dann mein Hobby, die Pferde, zum Beruf gemacht, habe 12 Jahre lang ein Therapie- und Trainingszentrum für Pferde betrieben, habe Sportpferde gezüchtet und dabei entsprechend auch weltweite Vernetzung gemacht.

Die Medien haben aber irgendwie auch da eine Rolle gespielt, da ich durch meine Vorbildung die Kommunikation anders beherrscht habe, Filme über die Pferde produziert und in den Sozialen Netzwerken platziert habe. Das war also mein Leben vor dem C. (lacht)

Das C ist tatsächlich der Knack- oder Wendepunkt in der Vita vieler Menschen. Bisher war die offizielle Zeitrechnung vor oder nach Chr. (Christi Geburt), nun scheint ein neues Zeitalter angebrochen. Auch du, Daniel, warst ja schon vor Hertzwelle432 im Medienbereich tätig, richtig?

Daniel: Ja, ich habe viele Jahre als Sportmoderator gearbeitet, im Eventbereich. Bei hochdynamischen Sportarten habe ich große, laute Events am Mikrophon begleitet, habe Sportveranstaltungen moderiert. Ich komme aus einer sehr sportlichen Familie und einem sportlichen Bildungsumfeld. Und ich hatte durch die Arbeit am Mikrophon immer das Bedürfnis, den Menschen das zu geben, was ihnen guttut, was sie brauchen. Ich kam dann irgendwann zu dem Punkt, daß so einiges nicht stimmt von dem, was uns alles so erzählt wird. Und das war schon deutlich vor der C-Problematik.

Es ist ja nicht nur so, daß wir als Gesellschaft lernen, daß bei diesem Kokolores nicht alles so gelaufen ist, wie sie es uns erzählt haben – sondern es gibt ja auch eine ganze Menge Themen, die vorher schon relevant gewesen sind. Und da habe ich mich auf die Suche gemacht, habe viele interessante Dinge erfahren. Und mit dem C-Thema war es dann soweit, mit bestimmten Sachen vor die Kamera zu gehen.

Mit einem älteren Partner hatten wir damals ein Konzept, mit dem wir quasi vor den Nachrichten im großen offiziellen Fernsehen den Leuten auf unseren Kanälen erklärt haben, womit sie gleich in Berührung kommen werden und was wieder einmal nicht ganz so der Wahrheit entspricht. Das war sehr, sehr erfolgreich, hat sich schnell herumgesprochen – bis dann die Sozialen Medien entschieden haben: das wollen wir den Leuten lieber nicht zeigen. Dann waren die Kanäle im sechsstelligen Bereich mehrfach weg.

So haben wir andere Wege gewählt, und Sam und ich sind seit nunmehr vier Jahren mit der Medienarbeit und mit vielem anderen verbunden.

Die Alternativen oder Neuen Medien haben ja in den letzten Jahren einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht. Ich bin gut bekannt mit Michael Vogt, einem echten Pionier, der mit Internet-Formaten wie Alpenparlament-TV und Querdenken-TV bereits vor Jahrzehnten den Mut hatte, über das zu berichten, was im Mainstream eher nicht vorkommt. Manche Beiträge wurden millionenfach geschaut. Der Begriff „Querdenker“, der ja ursprünglich etwas sehr Positives bezeichnet hat, ist nun durch die Hetze der Massenmedien verbrannt. Wie so viele andere Begriffe. Und einige Alternativmedien-Schaffenden wurden regelrecht aus dem Land getrieben. Wie schafft ihr es, mit eurer alternativen Sichtweise nicht zu sehr anzuecken?

Sam: Naja, zuerst sind das auch wieder zwei Komponenten. Ich selbst bin mehr auf dem spirituellen Pfad unterwegs. Mich hat schon immer die feinstoffliche Welt, das Nichtsichtbare interessiert. Ich habe dazu auch viel gelesen, habe Kontakte zu Menschen gesucht, die mir hier Mentor sein können und mir Impulse geben in diesem Bereich. Daniel ist ja deutlich dem Politischen zugewandt. Und so haben wir daraus eine Kombination gestrickt.

Wenn du im Speziellen danach fragst: Wie kommt ihr mit der Meinungsfreiheit klar, die es ja nur noch bedingt gibt? Da müssen wir einfach scharf und gut denken und entsprechend sarkastisch und auch intelligent formulieren.

Daniel:
Oder man stellt einfach ein Fragezeichen hintendran. Das hilft auch juristisch schon mal deutlich weiter. Wir müssen also schon aufpassen, was wir sagen in diesen Zeiten. Und natürlich dürfen wir auch nicht alles sagen. Manchmal gehen die Erkenntnisse deutlich weiter als das, was über das Mikrophon oder über die Kamera möglich ist. Aber wir können den Leuten zumindest einen Impuls geben, denn am Ende ist ja trotzdem jeder für sich selbst verantwortlich. Und das ist eigentlich unsere Hauptintention, daß wir den Menschen ihre Selbstverantwortung wieder mehr in ihren eigenen Mittelpunkt rücken und ihnen sagen: Leute, es ist euer Leben – und ihr müßt entscheiden.

Sam: Letztlich geht es in dieser Zeit für mich um das Thema Selbstermächtigung. Jeder darf für sich selbst jetzt diesen Prozeß durchlaufen, seine Erkenntnisse gewinnen. Es gibt ja auch unterschiedlichste Perspektiven, das ist ja das Schöne. Wir sind alle besonders. Jeder von uns ist ganz besonders. Jeder schaut aus seinen Augen und hört mit seinen Ohren. Wie Daniel sagt: Wir können Impulse geben. Und jeder hört das dann mit seinen Ohren und macht sich im besten Fall auf seinen Weg in seiner Welt.

Daniel: Die Frage ist auch, wo die Prioritäten liegen. Natürlich kann man sich den ganzen Tag mit den Nachrichten beschäftigen. Oder man kann sich fragen: Ist es wirklich für mein Leben so essentiell wichtig, jede einzelne Information mitzubekommen? Alles, was in Berlin oder sonst irgendwo läuft? Oder wäre es nicht sehr viel wichtiger, die Zeit dazu zu verwenden, sich um die Kinder zu kümmern, sich um Gesundheit zu kümmern. Die Zeit also für die Dinge zu nutzen, die einen wirklich im Leben weiterbringen und wirklich bereichern. Und bei all dem Wahnsinn, der da draußen so passiert, ist es ja sehr schwierig, a) die Übersicht zu behalten und b) die kulturelle Prägung und die Denkspuren abzustreifen, die man uns in der Schule beigebracht hat.

Wenn ich euch so zuhöre, fällt mir der Stoizismus und die Stoa ein – also die große Lebenskunst, zu erkennen, was man wirklich verändern kann und was nicht. Die Frage aller Fragen ist also heute mehr dennje: Wieviel Energie und Aufmerksamkeit ver(sch)wende ich für das, was nicht in meiner Hand liegt? Und wieviel Kraft und Motivation bleibt mir für das Machbare? Erst wenn ich diese Frage geklärt habe, kann ich auch in die Selbstermächtigung kommen und zum Mitschöpfer werden. Mir gefällt, daß ihr auch schwierige Themen mit einer Brise Humor vermittelt.

Daniel: Ja, mit Humor kann man Menschen zum Nachdenken anregen. So versuchen wir, jede Sendung mit einem Impuls und einem Lachmoment zu beginnen. In der gestrigen Sendung hatten wir das Thema Bargeld und die Warnung einer Sparkasse, daß man das Bargeld besser nicht benutzen soll wegen der „infektiösen Gefahr“. Und da die Menschen in unserem Umfeld natürlich wissen, wie wichtig das Bargeld für unsere Freiheit ist, feixen wir darüber und sagen: „Na, da wird´s ja Zeit, daß die Pharma eine Impfung für das Bargeld entwickelt.“ Und damit haben wir eine Aussage getroffen, mit der alle schmunzelnd in den Tag gehen. Und trotzdem ist damit ganz, ganz viel gesagt.

Neben dem Humorvollen unterscheidet ihr euch auch von all denen, die noch missionarisch unterwegs sind und von oben herab predigen, wie die Anderen angeblich sein sollten. Ich kann nur sagen, daß alles, was ich heute von mir gebe, meinem heutigen Bewußtseinsstand entspricht. Das Leben ist jedoch stetige Weiterentwicklung, und vielleicht sehe ich in einigen Jahren manches ganz anders. Ihr predigt nicht, sondern nehmt die Menschen mit.

Sam: So halte ich es bei meiner Arbeit immer. Ich bin eine Freundin auf dem Weg, im besten Fall. So habe ich auch meine Bücher geschrieben, so wie du es gesagt hast, aus dem Bewußtseinsstand dieser Zeit. So haben wir uns vor vier Jahren auf den Weg gemacht mit den Medienthemen, und auch das wird sich immer weiterentwickeln. Das ist mein inneres Bestreben. Ich bin hier in diesem Leben inkarniert und möchte mich entwickeln. Und ich möchte zum Besten aller fühlenden Wesen agieren.

Ich denke auch, daß die Chancen für Weiterentwicklung auf dieser Erde noch nie so gut waren. Es sind unzählige weise und entwickelte Geister inkarniert, es gibt auf alle Fragen eine Antwort, für alle Probleme sinnvolle, nachhaltige Lösungen. Alles ist bereitet für den großen Weiterentwicklungsprozeß.

Daniel:
Genau das ist für mich die Aufgabe der Neuen Medien. In dem Wort „neu“ schwingt eine ganz besondere Energie mit, eine Art Verheißung. Diese Neuen Medien sollten verantwortungsbewußt mit den Menschen umgehen und helfen, diese Neue Welt, die wir uns alle wünschen, mit zu erschaffen. Beginnend mit der Selbstbestimmung und der Erkenntnis, am besten auf uns selbst zu achten und zum Wohle aller und der Menschheit zu agieren.

Das klingt tatsächlich verheißungsvoll. Wenn ihr in die Zukunft schaut: Wohin soll sich euer Projekt in den nächsten Jahren entwickeln?

Sam: Das ist eine gute Frage. Wenn es nach Daniel geht, soll das Ganze noch mehr in Bild stattfinden, also in TV-Form. Wir sind ja schon mit verschiedensten Produktionsformen und Streams unterwegs. Das darf aber durchaus noch mehr werden. Ich gehe an der Stelle mit. Das nahe Ziel ist, daß wir unsere Hertzwellen-Seite noch deutlich aufrüschen wollen, daß wir unbedingt noch mehr Menschen erreichen möchten. Daß wir auch gerne noch Menschen einladen, die mit uns aktiv sind, sprich: Moderatoren oder Menschen, die interessante Inhalte haben, die dann bei uns publiziert werden können.

Das ist ein Nahziel, an dem wir weiter arbeiten wollen. Und dann hoffe ich, daß wir irgendwann alle miteinander zusammenkommen, ein großes Fest feiern und sagen: Wow, schaut mal zurück und seht, wie viel wir geschafft haben. Mir geht es dabei um echte Begegnung – raus aus der digitalen Welt.

Daniel: Ich finde es oft schade, daß Menschen keine großen Visionen haben. Das kommt wohl durch unseren Prägungsprozeß. Wieso kann ich denn nicht die gesamte Welt verändern? Natürlich beginnt es mit einem ersten Schritt. Die Vision darf aber gerne sehr groß sein, denn nur dann kann das Resultat auch tatsächlich groß werden. So ist es unser vornehmliches Bestreben, den Menschen Kraft zu geben, groß zu denken, um damit große Dinge bewegen zu können.

Das ist ein sehr schönes Schlußwort. Liebe Sam, lieber Daniel, ganz herzlichen Dank für unser Gespräch, und ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam an der Neuen Welt zu bauen.

Das Interview führte
Michael Hoppe

Weitere Informationen
www.herzwelle432.com

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