Die neue Währung heißt »Dankbarkeit«

Interview mit dem Gradido-Entwickler Bernd Hückstädt

von Pedro Kraft

Mehrfach haben wir im NATURSCHECK über das alternative Geld- und Wirtschaftssystem »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens« berichtet. Da der Zusammenbruch der alten »Fiatgeld-Welt« immer näher zu kommen scheint, sind neue Denkansätze wichtiger dennje. Pedro Kraft hat deshalb bei Bernd Hückstädt angeklopft, um zu erfahren, wie sich das Gradido-Modell, das »weltweiten Wohlstand und Frieden schaffen kann«, in den letzten Jahren weiterentwickelt hat.

Lieber Bernd! Zuerst einmal vielen herzlichen Dank, daß du ein paar Fragen zu Gradido beantworten möchtest. Viele unserer Leser haben möglicherweise noch nie etwas davon gehört. Und ich selbst muß zugeben, daß ich erst vor kurzer Zeit so richtig Kenntnis davon genommen habe.

Wirft man einen  Blick auf eure Internetseite gradido.net, erschlagen einen die genialen und vor allem logischen Konzepte dahinter förmlich. So ging es mir jedenfalls. Aber je mehr ich mich damit befaßt habe, umso klarer wurde mir, was ihr hier auf den Weg bringt. Das Mindesthaltbarkeitsdatum unseres Finanzsystems ist bereits überschritten und wird ja doch nur noch künstlich am Leben gehalten – da kommt der Gradido doch genau richtig! Hast du schon Kontakt zu unserem Finanzminister aufgenommen?

Bernd Hückstädt: Tatsächlich hatten wir vor einigen Jahren alle Mitglieder des deutschen Bundestags angeschrieben, aber nur ein paar nichtssagende Antworten erhalten. Das ist schon eine Weile her. Inzwischen richten wir uns an selbstdenkende Menschen wie z.B. die Leserinnen und Leser dieser Zeitschrift, denn nur in Gemeinschaft mit verantwortungsbewußten Menschen können wir zusammen die friedvollen Transformationsprozesse vollziehen, die uns ins goldene Zeitalter führen – ganz gleich ob die Politiker mitspielen wollen oder nicht.

Das war auch eine eher ketzerische Frage; daß mit einer Unterstützung durch unsere derzeitige Verwaltung nicht zu rechnen ist, leuchtet ein. Wie sich euer Konzept vom derzeitigen System unterscheidet, wird unter anderem sehr gut und ausführlich in eurem kostenfreien E-Book »Gradido – Natürliche Ökonomie des Lebens« erklärt. Ich hatte mir das ebenfalls kostenfreie Hörbuch gegönnt, und ich weiß nicht mehr, wie viele offene Türen ihr damit bei mir eingerannt habt. 

Vor ein paar Jahren und ohne daß ich mich damals schon ernsthaft mit alternativen Währungen beschäftigt hätte, schrieb ich in einem kleinen Manifest Folgendes zum Thema »Währung« (hier nur ein kleiner Auszug): »Und es gibt nur eine einzige echte Währung. Diese heißt »Vertrauen«. Tauschmittel sind sogenannte Wertschätzungspunkte. Diese Punkte handelt man immer möglichst direkt mit dem Vertragspartner aus. Jeder Bürger hat ein Gerät, worauf die aktuellen Punkte gespeichert sind, usw.«

Ich bin mir heute ziemlich sicher, daß solche Gedanken nicht meinem sehr bescheidenen Genius entsprungen sind, sondern ich sie lediglich aus dem Feld abgerufen habe, in das Menschen wie du und dein Team sie schon längst hineingegeben haben. Aber seid ihr wirklich die Urheber dieses »Schwundgeldsystems« – oder haben da noch andere Kräfte mitgewirkt und euch inspiriert?

Bernd Hückstädt: Die Grundlagen des »Lebensgeldsystems« Gradido stammen nicht von uns, sondern vom größten Genie aller Zeiten: unserem Schöpfer, der das Universum mitsamt der uns bekannten Natur erschaffen hat. Wir Menschen sind ein kleiner Teil davon. Die Natur existiert seit über viereinhalb Milliarden Jahren und ist dabei äußerst erfolgreich. Die wissenschaftliche Disziplin, die genialen Erfolgsrezepte der Natur zu erforschen und auf andere Gebiete zu übertragen, heißt Bionik. 

Wie sinnvoll es ist, die Natur zum Vorbild zu nehmen, sehen wir beispielsweise daran, daß Flugzeuge, die aussehen wie Vögel oder Libellen, seit vielen Jahrzehnten erfolgreich in der Luft unterwegs sind. Fliegende Zigarren hingegen können wir allenfalls noch im Zeppelin-Museum bewundern.

Das derzeitige Wirtschaftssystem empfand ich schon immer als widernatürlich. Bereits in früher Jugend bewegte mich die Frage nach der Ursache der großen Unterschiede zwischen Arm und Reich. Damals versenkte man »aus wirtschaftlichen Gründen« ganze Schiffsladungen Getreide im Meer, während in der Kirche für »Brot für die Welt« gesammelt wurde. 

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Junge Prospekte für einen Lebensmittelmarkt austrug und das damit verdiente Geld mehrere Wochen lang sparte. Ich wollte mir nämlich den Wunschtraum eines japanischen Transistorradios für 25 Mark erfüllen. Im Jugendgottesdienst erklärte uns ein Missionar, daß man mit 25 Mark ein Kind ein ganzes Jahr lang mit Reis versorgen und vor dem Hungertod bewahren könne – Bumm! Mit riesigen Gewissensbissen hatte ich dann doch das Radio gekauft. Ich kam mir vor wie ein Mörder. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke.

»Es muß eine Lösung geben!« – der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Doch sollte es noch über 30 Jahre dauern, in denen mir nach und nach klar wurde, daß das Problem und die dazugehörige Lösung im Geldsystem liegt. Ich tüftelte und rechnete, dachte mir alle möglichen Szenarien aus, fand aber keine Lösung – bis ich auf einmal den Impuls bekam: »Schau doch mal, wie die Natur funktioniert!« 

Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: »Wir brauchen ein Geldsystem nach dem Vorbild der Natur, denn am Himmel fliegen Vögel und keine Zigarren!« In wenigen Tagen entwickelte ich das Grundkonzept der »Natürlichen Ökonomie des Lebens für weltweiten Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur«. Ende 2000 lernte ich Margret Baier kennen, die sich mit ähnlichen Fragen beschäftigte. Sie hatte zuvor eine Zeitlang in den Slums in Ecuador mitgelebt. Wir wurden ein Paar und gründeten die Gradido-Akademie als freies Forschungsinstitut für Wirtschaftsbionik.

Ehrlich gesagt, würde ich persönlich das Thema »Geld« am liebsten komplett aus meinem Leben verbannen. Und einfach nur mit Freude das machen, was ich am besten kann und das gleichzeitig andere Menschen weiterbringt – und darauf vertrauen, daß ich dafür so viel Wertschätzung erhalte, daß ich mein Leben individuell gestalten kann. So wie ich den Gradido verstehe, könnte er solch ein Dasein, in perfekter »Work-Life-Balance«, ermöglichen. Ich bin jetzt 51…, werde ich das noch erleben dürfen?

Bernd Hückstädt: Wir sind bereits mitten im Wandel. Die aktuellen Ereignisse schütteln uns alle so richtig durch. Das kann schmerzhaft, ja sogar existenzbedrohend sein. Jetzt ist es wichtig, daß wir immer mehr in die Liebe kommen und die neue Welt co-kreieren, das heißt gemeinsam erschaffen. Es gibt ein oft unterschätztes und äußerst wirksames Werkzeug zur Realitätserschaffung: die Dankbarkeit! Ich spreche hier von »aktiver Dankbarkeit« – also nicht auf die anderen warten und deren scheinbare Undankbarkeit beklagen.

Im Gegenteil: ich lade dich ein, liebe Leserin und lieber Leser, aktiv auf deine Mitmenschen zuzugehen und danke zu sagen: »Danke, liebe Bäckerin für die freundliche Bedienung und das gute Brot, das mich nährt!« – »Danke, lieber Freund für die aufbauenden Worte!« – »Danke, geliebter Feind, daß wir aneinander wachsen dürfen!« Du siehst, da gibt es unbegrenzte Trainingsmöglichkeiten.

Dankbarkeit zaubert ein Lächeln ins Gesicht unserer Mitmenschen und auch in unser eigenes. Dankbarkeit ist aktive Friedensarbeit. Wir können einen Menschen nicht hassen, wenn wir ihm dankbar sind oder dessen Dank annehmen.

Und jetzt kommt Gradido ins Spiel. Gradido bedeutet ja so viel wie »Danke«. Gradido ist kein Geld im herkömmlichen Sinne, mit dem wir eine Leistung bezahlen müssen. Gradidos sind »Dankpunkte«, mit denen wir anderen für einen Gefallen danken dürfen. 

Spürst du den Unterschied? Gradido ist »frei-willig«. Mit unserem freien Willen verschönern wir einander den Tag und erschaffen Schritt für Schritt und »Dank für Dank« eine gute Zukunft für alle. Mit Gradido machen wir Dankbarkeit zu unserer neuen Währung. In solch einem goldenen Zeitalter des Schenkens und Dankens macht dann jeder Mensch mit Freude, was er oder sie am besten kann und gleichzeitig andere Menschen weiterbringt – und das mit einem breiten Lächeln von einem Ohr zum anderen.

Es gibt Menschen, die eine möglichst autarke Lebensweise in Gemeinschaft anstreben. Ich nehme wahr, daß solche Gemeinschaftsprojekte in Grundzügen zwar fleißig geplant und visioniert werden, aber das Loslassen von alten Systemen für viele so schwer ist, daß man in vielen Bereichen dann doch in der »alten Welt« hängenbleibt oder dorthin zurückfällt. Anscheinend bietet die Komfortzone noch genügend gemütliche Ecken. Sind wir denn eigentlich auf der geistigen Ebene schon bereit für den Gradido? Oder müßte ich anders fragen: könnte der Gradido die Gemeinschaftsbildung unterstützen?

Bernd Hückstädt: Oh ja, das dürfen wir gerade hautnah miterleben. Seit Corona bilden sich überall alternative Communities. Menschen tun sich zusammen, um gemeinsam gut durch die Zeit des Wandels zu kommen und das Neue mitzuerschaffen. Das kann, aber muß nicht unbedingt bedeuten, daß sie zusammenwohnen. In vielen Fällen behalten sie ihre bisherige Wohnung und treffen sich zu gemeinsamen Projekten, wie Autarkie, Energie, freie Schule, Gesundheit, Kunst usw.

Da kommt schnell der Wunsch nach einem neuen Geld- oder Wertesystem, das den Menschen und der Natur dient und nicht umgekehrt. Dafür ist Gradido geradezu prädestiniert. Allein schon der Name ist Programm: »Gra« steht für Graditude und Appreciation, auf Deutsch Dankbarkeit und Wertschätzung. »Di« steht für Dignity, also Menschenwürde. Und Donation ist das englische Wort für Gabe oder Geschenk.

Gradido ist sozusagen eine Brücke von der alten Kauf- und Bezahl-Wirtschaft hin zu einer neuen Schenk- und Dankwirtschaft, die die Würde des Menschen im Fokus hat, allen Beteiligten Wertschätzung entgegenbringt und ein gutes Gefühl gibt.

Gradido ist gemeinschaftsorientiert und basiert auf dezentral vernetzten Gemeinschaften.

Jedes Mitglied hat das Recht, sich in die Gemeinschaft einzubringen und sich dafür ein Aktives Grundeinkommen bis zu 1000 Gradido (GDD) als Dank und Wertschätzung auf seinem Gradido-Konto gutschreiben zu lassen: »Tausend Dank, weil Du bei uns bist«. Mit den so geschöpften Gradidos können sich die Mitglieder untereinander austauschen. Selbstständige und Unternehmen können ihre Produkte mit Gradido-Rabatt anbieten und damit ihren Kundenstamm erweitern.

Dafür brauchen wir nicht einmal die Kontodaten voneinander zu kennen, denn Gradido wird einfach über einen Gradido-Link verschickt, den der Empfänger per Mausklick auf seinem Gradido-Konto einlöst. 

Und es geht noch weiter: durch das Aktive Grundeinkommen ist Gradido in Fülle vorhanden. Allerdings ist er auch vergänglich, denn er folgt dem Naturgesetz von Werden und Vergehen. Dies motiviert die Menschen, großzügig zu sein und einander frei-willig mit Gradido zu danken. Wir sprachen eben schon von der Dankbarkeit als Friedensenergie. Mit dem Gradido-Link können wir jedem Menschen auf der Welt Gradido senden und damit »danke« sagen. Wenn der Empfänger noch kein Gradido-Konto hat, ist er oder sie eingeladen, eines zu registrieren. Gradido ist weltweit kostenfrei, ein Geschenk an die Menschheitsfamilie. Auf diese Weise erzeugen wir »Wellen der Dankbarkeit«, die sich rund um den Globus ausbreiten und die Herzen der Menschen erwärmen.

Die meisten Menschen in meinem Umfeld sind sehr kritisch und zurückhaltend, wenn es um Themen wie »Kryptowährung« geht. Viele wollen lieber selbst »das Rad neu erfinden« und verzetteln sich dann oft damit. Über kleine Tausch- und Schenkkreise geht es dann meist nicht weiter hinaus. Der Gradido ist dagegen schon gleich als globale Lösung angelegt. Wenn ich mich in meinem Gradido-Konto anmelde, sehe ich den Punkt »GradidoTransform«, wo ich Förderbeiträge einzahlen kann, welche dann von Euro in Gradido »transformiert« werden. Was hat es damit auf sich?

Bernd Hückstädt: Mit der Idee der »Wellen der Dankbarkeit« bewegt sich Gradido auf einer anderen Ebene als herkömmliche Währungen. Wie schon erwähnt, ist Gradido kostenfrei und damit allen Menschen auf freiwilliger Basis zugänglich. Um dies in globalem Maßstab zu ermöglichen, entwickeln wir das weltweit skalierbare Gradido-Konto, das auf dezentral vernetzten Gemeinschaften beruht. Noch dieses Jahr werden wir so weit sein, daß die Communities ihre eigenen Gradido-Server betreiben können, die untereinander dezentral vernetzt sind. 

Selbstverständlich muß dies hohen Sicherheitsstandards genügen, denn Gradido soll ja die neue, von uns Menschen geschöpfte Welt-Währung werden. Das erfordert einen hohen Programmieraufwand. Auch wenn unsere Programmierer für ein vergleichsweise geringes (Euro-)Honorar arbeiten und darüber hinaus mit GradidoTransform »bedankt« werden, haben wir bei unserem großen Team enorme Kosten, die wir über großzügige Förderbeiträge finanzieren. Hierfür sind wir unseren Förderinnen und Förderern zutiefst dankbar.

Daß dies so fantastisch funktioniert, liegt unter anderem an unserem Förderprogramm, dessen Idee uns vor etwa zwei Jahren wie ein Geschenk zugeflogen ist. Das läuft folgendermaßen: du förderst Gradido mit einem Euro-Betrag deiner Wahl, und wir bedanken uns bei dir, indem wir dir die 15-fache Summe GradidoTransform (GDT) gutschreiben. GradidoTransform sind sozusagen »Dankpunkte für die Zeit der Transformation«. Im Gegensatz zum Gradido (GDD) sind sie nicht vergänglich. Du kannst sie später 1:1 in Gradido umwandeln.

Das Förderprogramm dient dem Dreifachen Wohl, dem Wohl des Einzelnen, der Gemeinschaft und des Großen Ganzen. Als einzelner Förderer trägst du wirksam zur friedvollen Transformation bei und erschaffst dir zugleich ein ansehnliches Startguthaben, das du in der neuen Zeit nach der Transformation nutzen kannst. Als Gemeinschaft profitieren wir gemeinsam davon, daß die Entwicklung weitergeht, Gradido dezentral wird und baldmöglichst als anerkannte Währung genutzt werden kann. Die Menschheitsfamilie und unsere Mitwelt profitieren davon, daß Gradido in die Welt kommt und Wohlstand für alle entsteht, in Frieden und in Harmonie mit der Natur.

Finanzexperten raten dazu, sein Geld in Sachwerte (z.B. Edelmetalle) umzuwandeln. Neulich gab mir jemand den Tipp, auch einen Teil in Bitcoin anzulegen. Wir sehen gerade, wie die Inflation davongaloppiert und z.B. Gold immer teurer wird. Was rätst du unseren Lesern und Leserinnen in diesen unsicheren Zeiten? 

Bernd Hückstädt: Da ich kein Anlagenberater bin, darf ich selbst keine Ratschläge geben. Daher nur ein paar Gedanken dazu: Geldwerte unterliegen der Inflation. Bank-Konten können eingefroren oder mit Zwangsabgaben belegt werden. Edelmetalle und Kryptowährungen können verboten, Immobilien mit Zwangshypotheken belegt werden. Viele Experten empfehlen daher zu streuen, also mehrgleisig zu fahren. Wer vom Bewußtsein bereits im »neuen Wir« unterwegs ist und seine Aufgabe darin sieht, die neue Erde mitzuerschaffen, engagiert sich mit seinen Ressourcen verstärkt in gemeinsamen Projekten, die genau dies zum Ziel haben, wie zum Beispiel Gradido.

Und ganz wichtig ist Vernetzung. Gemeinschaften bilden, in denen die Menschen einander helfen, ihr gemeinsames Potenzial bündeln und selbst die größten Herausforderungen zusammen meistern.

Kennst du die Initiative »Wir sind alle EINS«? Hier kann man sich über Projekte austauschen und anderen »Clubmitgliedern« spezielle Vorteile einräumen. Ähnlich wie mit den klassischen Bonuskarten- und Heftchen, soll hier die regionale Wirtschaft gefördert werden. Nur mit dem Unterschied, daß jeder Teilnehmer sein »Bonusprogramm« selbst festlegt. So könnte ein Bonus lauten: »Rabatt bei Zahlung mit Gradido«. Denkst du, daß Synergien mit anderen Vernetzungs-Initiativen oder Dachverbänden dem Gradido einen Extra-Schub geben können. Gibt es bereits Kooperationen?

Bernd Hückstädt: Communities wie »Wir sind alle EINS« dienen der Vernetzung und sind ideale Kooperationspartner für Gradido. Die angebotenen Boni können mit Gradido »bedankt« werden, womit das Wir-Bewußtsein zusätzlich gestärkt wird. Die Mitglieder bringen sich in die Gemeinschaft ein und erhalten dafür ihr Aktives Grundeinkommen. Sie »bedanken« sich auch außerhalb der Community bei ihren Mitmenschen und laden diese ein, ebenfalls dazu zu kommen. Das ist so, wie wenn man Steine ins Wasser wirft und sich die Wellen kreisförmig ausbreiten. So entstehen um jede Community kreisförmige »Dankbarkeitswellen«, die sich mit den Wellen anderer Communities durchdringen und mit der Zeit ein flächendeckendes Netz bilden. Das Interesse an solch einer »Great Cooperation der lebensbejahenden Menschen und Projekte« ist riesengroß. Wir sind mit vielen Initiativen in aktiven Kooperationsgesprächen.

Kannst du unseren Lesern und Leserinnen abschließend noch eine kleine Vorausschau geben, wie es mit der Entwicklung des Gradido in diesem Jahr weitergehen soll?

Bernd Hückstädt: Schon jetzt könnt ihr Gradido als die neue Dankbarkeitswährung nutzen und die erste große Welle der Dankbarkeit mit-erschaffen. Noch ist das Gradido-Konto zentral, aber bald haben wir dezentrale Community-Server, die sich gegenseitig erkennen und verbinden. Communities wie »Wir sind alle EINS« können dann ihren eigenen Gradido-Server betreiben und werden Teil eines stetig wachsenden dezentralen Netzwerks. 

Auf diese Weise sind wir nicht der zentral-globalistischen Agenda des »Great Reset« hilflos ausgeliefert, sondern fluten das Netz mit unseren Dankbarkeitswellen, bis schließlich Dankbarkeit und Wertschätzung zur neuen Welt-Währung wird und wir als Menschheitsfamilie gemeinsam die neue Erde erschaffen. So co-kreieren wir ein friedvolles Paradies, in dem alle Menschen gerne leben – unseren Kindern und allen Kindern der Welt zuliebe.

Lieber Bernd, ich danke dir sehr für deine Zeit und wünsche uns allen, daß der Gradido ein voller Erfolg wird!

Autor:
Pedro Kraft

Weitere Informationen:
www.gradido.net

Das Interview ist zuerst erschienen im WALNUSSblatt

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